Hufrehe – erkennen, verstehen, handeln
Schön, dass du hier bist. Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen rund um Hufrehe für dich zusammengestellt – von Frühwarnzeichen über Sofortmaßnahmen bis hin zu fundierten Fachbeiträgen.
Ob akuter Verdacht oder Vorsorge: Hier findest du Orientierung und geprüftes Wissen, das dir und deinem Pferd weiterhilft.
Was du über Hufrehe wissen solltest
Hufrehe ist eine der häufigsten und zugleich gefährlichsten Huferkrankungen beim Pferd. Je früher du die Anzeichen erkennst und handelst, desto besser die Prognose für dein Pferd.
Bei Hufrehe (Laminitis) entzündet sich die Huflederhaut – die empfindliche Verbindungsschicht zwischen Hufbein und Hufkapsel. Im schlimmsten Fall kann sich das Hufbein absenken oder sogar durch die Sohle durchbrechen.
Hufrehe ist keine reine „Frühlingskrankheit". Sie kann das ganze Jahr über auftreten und hat vielfältige Ursachen: Stoffwechselstörungen wie EMS oder Cushing, Überlastung, Vergiftungen oder auch Nachgeburtsprobleme bei Stuten.
Grundsätzlich kann jedes Pferd an Hufrehe erkranken. Einige Faktoren erhöhen das Risiko jedoch deutlich:
Stoffwechselerkrankungen: Pferde mit EMS (Equines Metabolisches Syndrom), Insulinresistenz oder KPU (Kryptopyrrolurie) haben ein signifikant erhöhtes Reherisiko. Etwa 90 % aller Rehefälle haben einen endokrinologischen Hintergrund.
Übergewicht: Fettleibige Pferde – insbesondere leichtfuttrige Rassen wie Isländer, Haflinger oder Shetlandponys – sind besonders gefährdet.
Fütterungsfehler: Zu viel Fruktan im Weidegras, plötzlicher Futterumstellung oder übermäßige Kraftfuttergaben können einen Reheschub auslösen.
Belastung: Starke mechanische Überlastung (z. B. langes Laufen auf hartem Boden) kann eine Belastungsrehe verursachen.
Hufrehe kündigt sich oft schleichend an. Diese Frühmarker können Hinweise auf ein erhöhtes Risiko sein:
| Frühmarker | Worauf achten? |
|---|---|
| Fühliges Laufen | Pferd tritt vorsichtig, besonders auf hartem Boden |
| Vermehrte Wärme im Huf | Regelmäßig Huftemperatur kontrollieren |
| Gewichtszunahme / Fettpolster | Besonders Mähnenkamm, Schweifansatz, über den Augen |
| Veränderung der Hufringe | Divergierende Ringe (an der Zehe enger als an den Trachten) |
| Leistungsabfall | Steifheit, Unlust, häufiges Hinlegen |
Mehr dazu erfährst du im Fachartikel „5 Frühmarker, die auf Hufrehe hinweisen können" weiter unten.
Bei Verdacht auf einen akuten Reheschub ist schnelles Handeln entscheidend. Rufe sofort den Tierarzt, wenn du folgende Symptome beobachtest:
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Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Hufrehe ist immer ein Notfall – bitte ziehe bei Verdacht umgehend einen Tierarzt hinzu.
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