Probleme mit Fell, Haut oder Hufen bei Schwefelmangel?

Lange Zeit wurde immer das Spurenelement Zink in den Fokus gerückt, wenn es um Probleme mit dem Fell, der Haut oder den Hufen ging. Neue Studien zeigen aber, dass nicht nur Zink-, sondern oft auch Schwefelmangel mit beteiligt ist an Problemen in diesem Bereich.

Dieses Spurenelement wurde bisher kaum beachtet, unter anderem weil es im Blutbild nicht untersucht wird. Jetzt liegen neue Studienergebnisse vor, die zeigen, dass Pferde mit chronisch entzündlichen Prozessen im Darm einen deutlichen Schwefelmangel mit allen entsprechenden Folgesymptomen entwickeln (für Interessierte unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed ).

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Wenn dieses Spurenelement fehlt, kommt es unter anderem zur Fehlbildung von Aminosäuren. So wird bei der Bildung der Aminosäure Cystein jetzt Selen statt Schwefel eingebaut. Dieses Selenocystein hat aber andere biochemische Eigenschaften als das normale, schwefelhaltige Cystein. Dieses wird zum Beispiel benötigt bei der Bildung der schützenden Schleimschicht in den Atemwegen. Schwefelhaltige Aminosäuren spielen außerdem eine zentrale Rolle bei allen hornbildenden Prozessen.

Liegt ein unerkannter Schwefelmangel vor, kann es also nicht nur zu einem im Blutbild sichtbaren Selenmangel kommen, sondern auch zu gesundheitlichen Problemen…

…der Atemwege (COPD, „Heustauballergie“),

…zu Symptomen an den Hufen (schlechte Hornqualität, langsames Wachstum…),

…dem Fell (schlechter Fellwechsel, dünnes Haar)

…oder der Haut (Neigung zu Ekzemen oder Mauke).

 

Mit der Optimierung der Fütterung und Sanierung des Darmmilieus arbeiten wir bei SANOANIMAL stets daran, entzündliche Prozesse der Darmschleimhaut zu stoppen und hier die Regeneration zu aktivieren.

Mit dem neuen OKAPI Schwefel Plus unseres Partners OKAPI können wir jetzt auch aktiv das Pferd unterstützten, wieder zurück in einen normalen Schwefel-Stoffwechsel zu kommen.

OKAPI Schwefel Plus enthält organisch gebundenen Schwefel, der nachweislich hoch bioverfügbar ist. Das äußert sich bei den Pferden innerhalb weniger Wochen in einer erheblich besseren Hornqualität im Saumbereich, Hautprobleme beruhigen sich, der Fellwechsel fällt leichter und es wächst eine dichtere Mähne bzw. Schweif nach. Bei chronisch hustenden Pferden ist außerdem häufig eine deutlich verbesserte Atemwegssymptomatik zu verzeichnen.

Wir empfehlen OKAPI Schwefel Plus nach Absprache mit dem behandelnden Tierarzt oder Therapeuten gezielt einzusetzen…

…bei Pferden mit chronischen Atemwegsproblemen, Hufrehe, Sommerekzem, Mauke / Raspe,

…bei Pferden, die Schwierigkeiten mit dem Fellwechsel oder der Mähnen- und Schweifbildung zeigen,

,,,bei Pferden, die zu Juckreiz oder trockener, schuppiger Haut neigen.

 

OKAPI Schwefel Plus wird von Pferden mit Mangelsymptomatik in der Regel gut akzeptiert und kann ansonsten problemlos in eingeweichte Esparsette, Heucobs oder etwas Mash eingerührt werden.

 

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

11 Gedanken zu „Probleme mit Fell, Haut oder Hufen bei Schwefelmangel?

  1. Da bei meinem Friesen KPU diagnostiziert wurde, aber sich die Symptome trotz Futterumstellung noch nicht zufriedenstellend reduziert haben, finde ich diesen Artikel sehr interessant. Gibt es einen detaillierteren Link zu dem Artikel als die allgemeine Homepage http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed ? Oder ein passendes Stichwort, wie man den Artikel, auf den Sie sich berufen,in dieser Bibliothek findet?

    1. Hallo Vera, Sie können sicher unter dem Stichwort Kryptopyrrolurie mehr finden, oder unser Factsheet zu diesem Thema anfordern oder mit einem unserer Berater über Ihren individuellen Fall sprechen. Beste Grüße, Ihr Sanoanimal Team

  2. Hallo, ich habe seit letzten Jahr August zwei Shetty Ponys die stark im Spulwürmern und Pfriemenschwänzen befallen waren. Was wir jetzt im Griff haben und seit Anfang Dezember Wurmfrei sind. Kontrolliert das letzte Mal gestern. Unser Wallach 3 Jahre Max hat seit dem wir Ihn haben eine abgeschuffelte Mähne und am Mähnenkamm und am ganzen Hals wie schuppen(es rieselt als ob es schneit) Trotz ständiger Pflege und Leinensamen und Horselyx geht es nicht weg. Es wurde aus Parasiten untersucht , was sich nicht bestätigte. Zudem hat er ständig die Strahlenfäule obwohl jeden Tag Hufe gereinigt werden und der Stall,Koppel gesäubert werden. Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Grüße Lemme

  3. Hallo liebes Team,

    ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll. Ich habe mir im November 2015 eine Tinkerdame (8 Jahre) gekauft. Sie wurde aus England importiert, im August 2015. Sie stand bis Dezember 2016 im Offenstall und hat dann den Stall gewechselt. Nun ist es so, das sie sich fürchterlich schubbert an der Hinterhand, egal ob Schweif oder Beine, an der Kruppe ist jetzt sogar schon eine kleine Wunde die blutig war und ringsherum keine Haare mehr. 😭und vorne an den Beinen hat sie wieder Raspe. Da sie ja in England ganz andere Futterbedingungen hatte als hier nun. Allerdings hatte ich sie letztes Jahr schon mal mit Schwefel und Mineral/Vitaminpulver behandelt, die alten Stellen sind tatsächlich besser geworden, aber nun ist halt die neue Stelle da.

    Mit 💛-lichen Grüßen

      1. Hallo,
        ich habe genau dasselbe Problem mit meinem Tinker. Auch importiert…er hatte an allen Beinen offene, blutige Stellen, starkes Hautjucken. Bis auf die Fesselbeugen habe ich das mit der Zeit relativ gut in den Griff bekommen, aktuell ist es aber wieder schlimmer geworden. Es hilft einfach nichts und mit Chemiekeulen mag ich nicht ran an ihm. Er ist von einer Heilpraktikerin behandelt worden, dabei auch entgiftet worden. Nun weiß ich nicht weiter. Er ist außerdem ein (vermeintlicher?) Heustauballergiker. Bin nun am Ende meines Lateins…habt ihr noch eine Idee?
        Danke schon mal. LG

        1. Hallo Frau Schulz, gerade Tinker sind extrem stoffwechselempfindlich und oft schon mit unserer normalen Heuqualität überfordert. Kommen dann noch zusätzliche Futtermittel dazu, die Stärke oder Zucker enthalten oder bekommen sie Heulage, dann kippt sehr schnell das ganze System und man sieht die Auswirkungen der Stoffwechselentgleisung in aller Regel in Hautproblemen, sowie häufig in Lympheinlagerungen (Halskamm, Flanken) und langfristig dann auch in Huf- und Atemwegsproblemen. Ich denke nicht, dass es sich in Ihrem Fall um eine „Schmutzmauke“ handelt, denn dann würde man diese schnell mit Hygienemaßnahmen und äußerlicher Behandlung therapieren können. Solche hartnäckigen Fälle muss man sozusagen „von innen heilen“. Wo genau bei Ihrem Tinker die Ursachen liegen, müsste man in einer genauen Anamnese herausfinden. Hat man die Ursachen identifiziert, dann weiß man auch, an welchen Stellen man gezielt therapeutisch ansetzen kann, damit sich seine Probleme nachhaltig auflösen. Ich würde Ihnen empfehlen, mal eine Mail mit einer detaillierteren Beschreibung der Vorgeschichte Ihres Pferdes zu schicken an futterberatung@sanoanimal.de. Wir arbeiten innerhalb eines Netzwerks von Therapeuten, in dem sich mit Sicherheit jemand finden lässt, der Sie hier beratend begleiten kann. Mit herzlichen Grüßen Christina Fritz

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