Magengeschwüre als „Rennpferdekrankheit“ ? Teil 2

Fortsetzung von Teil 1

Wie im ersten Teil des Posts beschrieben greifen diese Säuren die Magenschleimhaut an und führen bei häufiger Wiederholung zu Geschwüren.

Um Magengeschwüre in diesem Magenteil zu vermeiden oder effektiv zu behandeln, ist also eine Fütterung von Raufutter rund um die Uhr essentiell.

Kraftfutterreiche Fütterung, wie sie gerne einhergeht mit mangelnden Raufutterrationen, verstärkt weiterhin die Problematik. Dadurch siedeln sich Fehlkeime im Magen an, die durch ihre Aktivität so genannte flüchtige Fettsäuren, vor allem Buttersäure, Propionsäure und Essigsäure produzieren. Diese greifen ebenfalls die Magenschleimhaut an, wenn sie im Übermaß vorliegen.

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Die Magengeschwüre im hinteren Magenanteil haben den Wissenschaftlern lange Kopfzerbrechen bereitet, mittlerweile weiß man aber auch hier, wie sie entstehen: durch Stress. Denn Stress führt zu einer schlechten Durchblutung der Magenschleimhaut. Besteht der Stress über einen längeren Zeitraum, so wird die Fähigkeit zur Schutzschleimbildung der Magenschleimhaut herabgesetzt. Die Schleimschicht, die hier die Magenwand vor der aggressiven Magensäure schützt, wird dünner und reißt an einigen Stellen ab. Hier können jetzt die Säuren die Magenwand angreifen. Zusammen mit dem in diesem Bereich aktiven, Eiweiß-abbauenden Enzym Pepsin, werden regelrecht „Löcher“ in die Magenwand gefressen, die der Organismus durch entsprechende Wucherungen zu schließen versucht.

Problematisch ist die Tatsache, dass das Pferd – wenn es erst mal ein Magengeschwür hat – bedingt durch den ständigen Schmerz Stress hat. Damit entstehen weitere Störungen. Dieser Kreislauf muss unbedingt unterbrochen werden, um nachhaltig zu einer Besserung zu kommen.

 

Das Thema Magengeschwüre beim Pferd ist mittlerweile relativ gut untersucht und man kennt die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Besserung des Zustands. Das Wichtigste ist hier die Überprüfung der Haltungsbedingungen und die Reduktion von Stress auslösenden Faktoren. Diese sind bei jedem Pferd je nach Charakter sehr individuell unterschiedlich.

Darüber hinaus muss rund um die Uhr der Zugang zu qualitativ einwandfreiem Heu sicher gestellt werden: denn nur ein ständig gut gefüllter Pferdemagen kann sich auch regenerieren.

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Zusätzlich empfehlen wir OKAPI GasterCare. Es enthält Lecithin, das sich schützend über die Magenwand legt und Weihrauch, der nachweislich entzündungshemmend wirkt. Des Weiteren enthält es Kolostrum, welches sich in Untersuchungen an Magengeschwüren als überaus positiv in der Wirkung erwiesen hat, obwohl der Wirkungsmechanismus bis heute nicht bekannt ist. Weiterhin Trockenmoor, Oregano und Neemblätter, die stabilisierend auf das Magenmilieu wirken und das Wachstum von Mikroorganismen hemmen, um die Entwicklung von aggressiven, flüchtigen Fettsäuren durch Fehlgärungen zu minimieren, welche unter anderem durch das enthaltene Natriumbicarbonat abgebunden werden. Traubenkern- und Acerolapulver wirken als Radikalfänger, damit sich das geschädigte Gewebe schneller regenerieren kann.

Die Rückmeldungen von unseren Kunden mit von Magengeschwüren betroffenen Pferden sind durchweg positiv und wir sind froh, hier ein Produkt zu haben, das vom Freizeitpferd bis zum Sportpferd gegeben werden kann.

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Auch setzen wir in einzelnen Fällen OKAPI Süßholzextrakt zusätzlich ein, das gegen Schleimhautentzündungen wirkt.

In beiden Fällen sollten Sie aber bei Sportpferden die aktuellen Doping-Vorschriften beachten.

Wenn Ihr Fragen zum Thema habt oder Ihr Beratung für Euer Pferd benötigt, dann bitte EMail an unser Sanoanimal Team unter futterberatung@sanoanimal.de

 

Foto Pferde: Jürgen Treiber  / pixelio.de

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